Machst du einen dieser 10 Fehler bei der Bewerbung?

10 BewerbungsfehlerBekommst du immer wieder Absagen? Das kann natürlich viele Gründe haben.

Es könnte aber vielleicht auch ganz einfach sein.

Wenn du fachlich auf die Stelle passt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du einen oder mehrere dieser 10 Fehler bei der Bewerbung machst.

Lies hier, welche das sind:

 

1. Mangelnde Professionalität:

  • Hast du dich vielleicht auf irgendwelchen Portalen rumgetrieben, was der Personaler durch eine einfache Anfrage bei Google rausfinden kann? Prüfe lieber selbst, ob deine E-Mail Adresse unbelastet ist, indem du sie googelst. Wenn nein, dann lass  die Finger von der E-Mail Adresse und lege dir eine neue E-Mail Adresse an.
  • Gleiches gilt natürlich für E-Mail Adressen, die tief blicken lassen wie z.B. Schmusebärchen123@gmx.de oder auch altehexe@web.de 😉
  • Richte dir eine E-Mail Adresse bei Outlook (Windows), Mail (Apple) oder Thunderbird (Mozilla) ein, denn dann kannst du sicher sein, dass keine
    ungewünschte Werbung mit versandt wird, wie bei vielen anderen kostenlosen Anbietern wie  web.de oder gmx.de.
  • Du solltest auch deinen Facebook oder andere öffentliche Accounts von dir checken: Welche Fotos hast du öffentlich gepostet? Was kann der Arbeitgeber von dir hier erfahren? Hast du öffentlich zu tief ins Glas geschaut? Dann lösche diese Beiträge oder stelle sie zumindest in den privaten Modus.

2. Mangelndes Engagement

Kennst du deinen Ansprechpartner? An wen richtest du deine Bewerbung? Am besten du findest das vorher heraus und schreibst nicht einfach nur „Sehr geehrte Damen und Herren“. Das wirkt unpersönlich und lässt darauf schließen, dass du dir wenig Mühe gegeben hast, Details herauszufinden.

3. Schlampigkeit

  • Rechtschreibung und Grammatik – es dürfen einfach keine Fehler in der Bewerbung sein. Gleiches gilt natürlich für die Zeichensetzung. Lass deine Bewerbung auf jeden Fall von jedem checken, wenn du Schwierigkeiten damit hast. Und wenn nicht: es hilft immer, jemanden drüber schauen zu lassen, denn bekanntlich sieht man seine eigenen Fehler nicht. Ich übrigens auch nicht: Ich hoffe, es sind keine Fehler hier drin. 😉
  • Hierunter zählt auch, wenn du die Firmierung nicht richtig übernimmst. Wenn die Firmierung „GmbH & Co. KG“ ist, kannst du nicht den zweiten Teil einfach weglassen. Oder abkürzen. Diese Zeit muss einfach sein.
  • Auch zur Schlampigkeit zähle ich eine unsaubere Bewerbungsmappe, für den Fall, dass du welche postalisch verschickst. Das geht gar nicht. Leider kannst du die Mappen häufig nur einmal verwenden. Das ist sehr teuer, ich weiß, aber wenn sie gebraucht aussehen, solltest du sie nicht mehr verwenden.
  • Welchen Fehler ich auch manchmal bei der Bewerbung sehe und ich definitiv unter diesen Punkt zählen würde, ist, dass Anlagen genannt werden, aber dann nicht mit geschickt werden. Egal, ob per E-Mail oder Postversand: das geht gar nicht.

4. Versandwünsche ignorieren

Wenn das Unternehmen, bei dem du dich bewirbst, eine online Bewerbung oder eine Bewerbung per E-Mail wünscht, dann solltest du das auf keinen Fall ignorieren.

Das hat ja einen Grund. Ein Personaler bekommt im Monat schon mal 200 oder mehr Bewerbungen auf den Tisch. Wenn die alle per Post eingehen, muss er alle Mappen per Post zurück senden. Eine sehr zeitaufwendige und kostspielige Angelegenheit. Wenn das Unternehmen das nicht will, solltest du das respektieren.

5. Kontaktmöglichkeiten möglichst gut verstecken 😉

Das passiert leider auch immer wieder: Das Unternehmen ist interessiert und möchte dich kontaktieren, aber wo, zum Teufel, sind die Kontaktdaten?

Wenn ein Personaler lange suchen muss, bevor er wirklich deine Telefonnummer oder deine E-Mail Adresse findet, kann das Interesse schnell erlöschen. Besonders, wenn er 50 andere potentielle Jobaspiranten auf dem Tisch liegen hat. Ein ziemlich häufig vorkommender Fehler bei der Bewerbung.

Also, am besten richtest du dir eine Kopfzeile als Vorlage ein und diese Kopfzeile übernimmst du in alle deine Dokumente (Deckblatt, Anschreiben, Lebenslauf, Dritte Seite …). Dann kann bei diesem Punkt nichts mehr schiefgehen.

6. Keine Passgenauigkeit

Du bewirbst dich als Maschinenbauingenieur gleichzeitig auf 40 Stellen und benutzt immer das gleiche Anschreiben und den gleichen Lebenslauf. Ein No-Go!

Mit geschultem Auge kann ein Personaler erkennen, wenn du dir keine Mühe gemacht hast, dich mit den Herausforderungen des Jobs und den gestellten Aufgaben auseinander zu setzen. Wenn der Personaler nicht überzeugt ist, dass du auf die Stelle passt, weil du Massenbewerbungen verschickst, bist du raus. So einfach ist das.

7. Kein eigenes Profil erkennbar

Du bist Teamplayer, ein Kommunikationstalent und flexibel? Natürlich! Dann bist du wie gefühlte 99% der anderen Bewerber, d.h. einer von ganz vielen. Wie soll ein Personaler bei dieser Bewerbung dann entscheiden, ob du geeignet bist?

Mal ganz unter uns: Wenn du nicht teamfähig bist, hast du ein Problem. Es ist schlichtweg eine Grundvoraussetzung und gehört zu den wichtigen Soft Skills, dass du in der Lage bist, mit anderen kooperativ und konstruktiv zusammen zu arbeiten. Natürlich solltest du es erwähnen. Es ist aber kein Unterscheidungsmerkmal.

Genauso wenig erwähnenswert wie ich übrigens pünktlich oder flexibel finde.

Und was bedeutet Kommunikationstalent? Bist du vielleicht eine Quasselstrippe, der/die gern mit Kollegen während der Arbeitszeit einen Kaffee trinkt?

Ich halte diesen Punkt fast für den wichtigsten Fehler bei der Bewerbung. Ein Bewerber ohne eigenes Profil fällt eigentlich immer durch.

Finde bessere Beschreibungen, hebe dich ab, sei besonders, mach neugierig!

Wer bist du? Was kannst du besser als andere? Wo hebst du dich wirklich ab? Wähle keine Allgemeinplätze, sondern eine authentische Beschreibung deiner Person.

8. Unprofessionelles Foto

Ich sehe in Bewerbungen Fotos auf dem Schiff, im Garten, aus dem Automaten – was mir noch nicht untergekommen ist ein Selfie 😉 Das wäre dann die Krönung.

Wenn du ein Foto beifügst, was du nicht musst, was ich dir aber unbedingt empfehle, MUSS es professionell und beim Fotografen gemacht sein.

Am besten du übst vorher deinen Gesichtsausdruck vor dem Spiegel, denn ein Foto sagt mehr als tausend Worte:

  • Ich kann sehen, ob du selbstsicher bist oder eben nicht.
  • Ich kann sehen, ob dein freundliches Lächeln echt oder gequält ist.
  • Ich kann sehen, ob dich das nervt oder ob du die Fotosession ernst nimmst.
  • Und und und…

Und ich kann natürlich alles mögliche hinein interpretieren. Daher: Gib dazu einfach möglichst wenig Anlass, indem du ein schlichtes, professionelles Foto machen lässt, auf dem du selbstsicher, freundlich und offen in die Kamera lächelst. Hab Spaß dabei, ich kann das sehen.

9. Keinen Gehaltswunsch angeben

Wenn in der Stellenanzeige steht „…unter Angabe Ihres Gehaltswunsches“, solltest du das auf keinen Fall ignorieren. Ich weiß, dass das sehr, sehr schwierig ist und du dich damit ins Abseits katapultieren kannst. Einfach, weil dein Wunsch deutlich zu hoch oder zu niedrig ist.

Andererseits: Wenn du gar nichts angibst, was sagt das dem Personaler: Weißt du nicht, was du für einen Wert stiften kannst? Hast du es vergessen anzugeben? Bist du zu teuer? Und sei sicher, dass der Personaler sich selbst eine Antwort auf seine Fragen gibt – und die fällt selten zu deinem Vorteil aus.

Mach es also anders: Erkundige dich z.B. im Internet oder bei Bekannten über branchenübliche Gehälter. Was wird gezahlt? Dann berücksichtige dein Alter und deine Erfahrungen, deine Qualifikationen, die Größe des Unternehmens (z.B. Konzern oder kleine Firma), in welchem Ort du dich bewirbst (München ist z.B. deutlich teurer als Kiel) etc.

Und dann bildest du aus den Mittelwerten deinen eigenen Wert. Dann legst du noch etwas drauf, denn bedenke immer: Meistens wird nachverhandelt und du solltest immer etwas Spielraum haben. Allerdings nicht zu viel. Nur ein bisschen.

10. Zu viele und zu große Anhänge und die dann noch im falschen Format

Ganz lästig ist es, wenn du deine Anhänge alle als einzelne Dateien verschickst. Denke daran: Der Personaler muss alle einzeln öffnen und wieder schließen. Das wird er nicht lustig finden.

Und auch ein gern gemachter Fehler bei der Bewerbung ist es, wenn die Annahme deiner E-Mail verweigert wird, weil die Dateigröße vom unternehmenseigenen Server nicht zugelassen ist. Verschicke also nie mehr als 5 MB und bitte immer nur als eine PDF Datei. Niemals Word-Dateien. Die kommen nämlich beim Leser meistens ganz anders an, als sie bei dir aussehen.

Fazit

  • Gib dir richtig Mühe bei ALLEN deinen Bewerbungen. Sei auf keinen Fall nachlässig und mach keinen Fehler bei der Bewerbung. Checke alles besser dreimal.
  • Sei professionell durch und durch. Sowohl in den äußeren Dingen wie der Verpackung, Ansprache, richtige Firmierung, beim Foto als auch in den kleinen Dingen wie einem makellosen Auftritt in der Öffentlichkeit.
  • Stimme dein Profil gut auf die Anforderungen der Stelle ab. Versende auf keinen Fall Massenbewerbungen.
  • Lies die Anzeigen richtig gut durch und ignoriere auf keinen Fall die Wünsche des Unternehmens z.B. Versandweg und Gehaltswunsch.

Viel Erfolg, ich drücke dir die Daumen! Und wie immer gilt natürlich:

Sei mutig und mach dein Ding!

Anja

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